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Ausgefallene Kleider – Vielfalt ist heute erlaubt

Nach wie vor ist Deutschland kein klassisches Modeland, so ist auf der Internetseite des Goethe-Instituts zum Thema Mode aus Deutschland zu lesen. Das scheint auch eine Angabe des Statistischen Bundesamtes zu belegen: Im Jahr 2007 haben die deutschen Bürger lediglich 4,4 Prozent ihrer Konsumausgaben in Kleidung investiert. Beim Umsatz in den Bereichen Bekleidung und Textilien entfielen im selben Jahr auf die Damenbekleidung rund 28,5 Prozent, auf Herrenkleidung 15,1 Prozent und auf Haus- und Heimtextilien (also Tischdecken, Bettlaken) rund 60 Prozent. Auch für die Zukunft sind ähnliche Tendenzen zu erwarten: Wie die Gesellschaft für Konsumforschung ermittelt hat, wird der Konsumklimaindex im Juni 2011 aller Voraussicht nach von 5,7 auf 5,1 sinken. Ein klarer Indikator dafür, dass die Bereitschaft zu Neuanschaffungen (das gilt natürlich auch und vor allem für Kleidung) eher sinken als steigen wird.

Deutschstämmige Modeschöpfer verschiedener Firmen und Designer kreieren Mode, die auch international einen gewissen Bekanntheitsgrad hat. Designer sind über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und stehen für Mode, die hier entworfen und produziert wurde. In den letzten Jahren hat sich neben dem ebenso hochwertigen wie hochpreisigen deutschen Marken ein völlig neuer Markt etabliert, der auch neue Trends setzt. Vor allem junge und neue Modedesigner, die ihr Handwerk an diversen Fachhochschulen wie zum Beispiel der in Berlin-Weißensee erlernt haben, spielen in der Branche zunehmend eine Rolle. Sie setzen mit ihren Ideen, Kreationen und Entwürfen neue Trends. Es ist die Kombination von ungewöhnlichen Formen, untypischen Farben und Stoffen verbunden mit zahlreichen Accessoires, die ihre Kreationen auszeichnet. Diese Entwürfe entdeckt man nicht auf den großen Laufstegen der Welt oder in den edlen Boutiquen auf der Königsallee in Düsseldorf, an der Mönckebergstraße in Hamburg oder am Kurfürstendamm in Berlin. Man stößt eher beim Flanieren in den Stadtvierteln von Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, aber auch in anderen Städten darauf. Oft sind es die kleinen Läden um die Ecke, die den Spaziergänger bzw. die Spaziergängerin zum Verweilen, Staunen und Anprobieren verleiten, in denen sich ihre ausgefallenen Kreationen finden lassen.

Im Internet sind in den letzten Jahren immer mehr Modeblogs im Internet entstanden. In Sachen Hochzeitsmode ist myflitter.de entstanden. In diesen werden über neue Ideen und Trends diskutiert, Informationen werden ausgetauscht und zum Teil auch neue Ideen entwickelt. Individualität und Vielfalt stehen dabei im Mittelpunkt. Es ist die Ablösung von Konventionen und althergebrachten Formen und Stilen, die diese neue Modewelt auszeichnen und ihr einen ganz speziellen, eigenen Charakter verleihen.